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Inzuchtrisiken bei Bartgeiern

Der Bartgeier war über 100 Jahre aus den Alpen verschwunden – ausgerottet durch menschliche Verfolgung. Dank jahrzehntelanger internationaler Wiederansiedlungsarbeit kehrt er langsam zurück. Heute brüten wieder 85 Paare in den Alpen, 32 davon in der Schweiz. Doch dieser Erfolg bleibt fragil. Eine besondere Herausforderung ist die noch geringe genetische Diversität im wiederangesiedelten Bartgeierbestand und die damit einhergehenden Inzuchtrisiken. Bereits bei drei wildgeschlüpften Bartgeiern wurden schwere Gefiederschäden festgestellt, die mit grösster Wahrscheinlichkeit auf Inzucht zurückzuführen sind. Mit vorliegendem Projekt, soll die Inzuchtproblematik wissenschaftlich fundiert untersucht und daraus ableitend Massnahmen entwickelt werden, um die durch Inzucht und geringe genetische Diversität bedingten Risiken gering zu halten. Die Stiftung zur Förderung der Ornithologie unterstützte das Projekt der Stiftung Pro Bartgeier einmalig mit Fr. 20'000.-.

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